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Der Autor Martin Krummel


Der Autor und Schüler bei Bauarbeiten am FG-Bootshaus in Kassel
31.12.2007
Martin Krummel: Mein Zugang zum Schülerrudern

Der zeitliche und räumliche Abstand ergaben sich bei mir durch meine Tätigkeit als Lehrer und Entwicklungshelfer im postkommunistischen Rumänien und mein jetziges Unterrichten an der Gesamtschule in Bodenfelde/Niedersachsen.
Geprägt wurde ich in meiner Schulzeit durch die Möglichkeit im Ruderverein meiner Schule, dem Friedrichsgymnasium Kassel, unter der Obhut von Herrn Studiendirektor Jochen Meier zu rudern und am Vereinsleben mit vielfältigen Möglichkeiten des Lernens und Erfahrens teilnehmen zu dürfen. Vertieft wurde diese Prägung durch mein ehrenamtliches Engagement als Trainer im RV Friedrichsgymnasium während der Studien- und Referendarzeit.
Neben dem Erlernen vielfältigsten Fachwissens aus den Bereichen Trainingslehre und Bootstechnik habe ich erfahren, dass sich Leistungsbereitschaft bzw. Leistungswille und soziale Werte bzw. soziales Engagement nicht gegenseitig ausschließen, sondern positiv ergänzen.
Nicht nur ich, sondern viele andere Jugendliche, die in ihrer Schulzeit rudern konnten, erfuhren bestimmt – ganz nebenbei, weil es sich aus den in Sport und Vereinsleben gestellten Aufgaben ergab – dass man viel erreichen kann, wenn man nicht als „Einzelkämpfer“, sondern im Team vertrauensvoll zusammen arbeitet. Vielleicht ist das das Wichtigste, dass junge Menschen durch ihre sportliche Betätigung - vielleicht passt hier der Begriff sportlich geprägte Ausbildung sogar noch besser - in einem Schülerruderverein erlernen und erfahren. Letzteres bewegt mich dazu, im folgenden Beitrag besonders auf die kognitiven und sozialen Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten einzugehen, von denen Jugendliche durch ihre verschiedensten Aktivitäten in einem Schulruderverein, profitieren können.
Auf den außerordentlichen Wert der Sportart Rudern für Gesundheit und Wohlbefinden möchte ich hier nicht eingehen. Dies ist anderen Beiträgen dieser Seiten (….) zu entnehmen.

Auf Grund pädagogischer Gesichtspunkte hat für mich das Jugendrudern im Verein gegenüber dem Rudern im Schulunterricht den Vorteil, dass Kinder und Jugendliche über einen längeren Zeitraum und dadurch intensiver die Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten nutzen können, die der Rudersport bietet, vor allem, wenn er in einem Schülerruderverein ausgeübt wird.